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Das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) ist ein Protokoll zur Übertragung von Daten über ein Netzwerk. Es wird hauptsächlich eingesetzt, um Webseiten und andere Daten aus dem World Wide Web (WWW) in einen Webbrowser zu laden.
Datenübertragung in Netzwerken ist ein komplexes Problem. Um dieses zu lösen, unterteilt man es in mehrere triviale Probleme und bildet diese in Schichtenmodellen ab. Jede Schicht ist für die Lösung eines solchen trivialen Problems verantwortlich und bietet diese der darüberliegenden Schicht als Dienstleistung an. Das HTTP bildet die sogenannte Anwendungsschicht, über der die Modelle keine weiteren Schichten vorsehen. Die Anwendungsschicht wird von den Anwendungsprogrammen angesprochen, im Fall des HTTP ist dies meistens der Webbrowser. Im (heute kaum noch in der Praxis anzutreffenden) ISO/OSI-Schichtenmodell entspricht die Anwendungsschicht Schicht 7. Das im Internet angewendete TCP/IP-Referenzmodell sieht die Anwendungsschicht in Schicht 4.
Im Kern ist HTTP ein zustandsloses Protokoll. Das bedeutet auch, dass nach erfolgreicher Datenübertragung die Verbindung zwischen den beiden Kommunikationspartnern nicht aufrecht erhalten werden muss. Sollen dann weitere Daten übertragen werden, muss zunächst eine weitere Verbindung aufgebaut werden. Auch ein zuverlässiges Mitführen von Sitzungsdaten kann erst auf der Anwendungsschicht, z.B. durch Cookies, implementiert werden.
Durch Erweiterung seiner Anfragemethoden, Header-Informationen und Statuscodes ist das HTTP allerdings nicht auf Hypertext beschränkt, sondern wird zunehmend zum Austausch beliebiger Daten verwendet. Zur Kommunikation ist HTTP auf ein zuverlässiges Transportprotokoll angewiesen. In nahezu allen Fällen wird hierfür TCP verwendet.
Das Protokoll wurde 1989 von Tim Berners-Lee am CERN zusammen mit dem URL und der HTML erfunden, wodurch praktisch das World Wide Web (WWW) geboren wurde.
Quelle: Wikipedia
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